| |
Festivals
!!! ACHTUNG neuer Termin!!! Das Internationale Kieler Blues Festival geht jetzt am 05.03.2010 mit geändertem Line-Up in die 12. Runde Das traditionelle Internationale Kieler Blues Festival geht am 05. März 2010 mit neuem Programm in die 12. Runde, mit ausgewählten Künstlern, die der Vielfalt des Genres ihren Tribut zollen. Fans und Freunde des Blues dürfen sich auch in diesem Jahr wieder auf ein umfangreiches Programm freuen.
In diesem Jahr in Kiel Live on Stage:
Louisiana Red (USA)
Mariëlla Tirotto & The Blues Federation (NL)
Get The Cat (D)
Bluesmail (D)
Die aktuelle Bluesszene in den U.S.A. und Europa zeichnet sich durch eine immense Vielfalt von Stilen und verschiedensten Arten von Musikern aus. Leider sind mit jedem Jahr weniger Blueskünstler aktiv, die in der klassischen Periode des Blues die Entwicklung dieser Musik geprägt haben. Einer der wenigen noch aktiven afro-amerikanischen Musiker der unmittelbaren Nachkriegszeit ist Louisiana Red. Er schaut auf ein Leben, das zu jeder Zeit mit dem Blues verbunden war und noch heute ist.
Seine Mutter starb eine Woche nach seiner Geburt. Sein Vater wurde vom Ku-Klux-Klan ermordet, als Red gerade einmal neun Jahre alt war. Drei Jahre lebte er in Waisenhäusern, dann bei seiner Großmutter in Pennsylvania. Als er Muddy Waters kennen lernte, wollte er nur noch Bluesmusiker werden. Weitere Stationen seines Lebens waren eine Verurteilung zu Zwangsarbeit wegen Einbruchs und seine Teilnahme am Koreakrieg. Es folgte schließlich die unehrenhafte Entlassung aus der US-Armee, auf die Louisiana Red heute noch stolz ist.
Der am 23. März 1932 geborene Red gilt als die “Seele vom Mississippi”. Er ist einer der bedeutendsten authentischen Autoren und letzten aktiven Großen des Blues! Mittlerweile ist der am 23. März 1932 geborene Red, selbst eine „lebende Blues-Legende“. Er spielte mit allen legendären Blues-Größen zusammen, so u. a. mit Champion Jack Durpree, John Lee Hooker, Muddy Waters, Albert King, Rory Gallagher, Eric Burdon, Johnny Winter, Albert Collins u.v.m.!
Im Jahre 1983 bekam er den „W.C. Handy Award“ (Musik-Oscar) als „bester männlicher Blues-Interpret“ und zahlreiche weitere Ehrungen, auch außerhalb der USA, folgten. Heute gilt Louisiana Red vor allem in den Staaten als einer der angesehensten Lyriker des Blues überhaupt! Weltweit trat er bei allen bedeutenden Blues-Festivals auf, veröffentlichte über 50 (!) zum Teil preisgekrönte LP’s / CD’s und tourte mehrfach um den ganzen Erdball.
In Europa wurde Louisiana Red durch einen Auftritt beim Jazz-Festival Montreux 1975 und im Rahmen des WDR Rockpalastes 1976 einem größeren Publikum bekannt.
Im März 2001 übergab die Stadt Woodstock im Staate New York Louisiana Red den begehrten Stadtschlüssel, was einer Ehrenbürgerwürde gleichkommt. In Woodstock wurde auch das Album "A Different Shade of Red - The Woodstock Sessions" eingespielt, u.a. mit Mitgliedern der legendären „The Band“.
2005 hatte der Dokumentarfilm "Red and Blues" (66min) über das Leben von Louisiana Red "on the road" seine Deutschlandpremiere (u.a. „Nordische Filmtage“ in Lübeck) und unterstreicht damit welche Bedeutung dieser Künstler für den Blues hat.
Zu seinen letzten CD - Veröffentlichungen zählen "No Turn On Red" (2005), „Live At Painted Sky“ (2008) und „Back To The Black Bayou“ (2008 – mit Little Victor & Kim Wilson).
Louisiana Red spielt nicht einfach nur den Blues, er lebt ihn durch seine Gitarre und seinen Gesang.
Gegensätze ziehen sich an – ein bunter Mix aus Gegensätzen bietet viele faszinierende Facetten. Mariëlla Tirotto ist Halb-Italienerin, lebt in den Niederlanden und stürmt mit ihren vier Jungs an der Seite die Clubs und Bluesfestivals des Landes. Markant ihre Stimme, perfekt das Timing der Band – Bluesrock aus einem Guss und mehr, denn alle fünf verstehen ihr Handwerk auch in anderen Genres.
Ihr Debütalbum „Somewhere Down The Road“ lässt aufhorchen. Mariella Tirotto hat es faustdick in der Stimme. Für ihre Größe (1,59) und ihr exotisches Erscheinungsbild eine äußerst tiefe und raue zugleich. Man muss schon zweimal hinschauen um zu glauben, dass es die gleiche Person ist.
Eigentlich kommt Mariella aus dem Jazz. Mit ihrem Jazzalbum „Stranger“ wurde sie berühmt und tourte mit eigenem Jazz Quartett durch die Lande. Doch Mariella Tirotto ist flexibel. Versprüht ihre Stärken in vielen musikalischen Bereichen wie dem Pop, Rock, Blues, Funk, Soul und Jazz. „Somewhere Down The Road“ zeigt sie von ihrer Bluesrock Seite. Emotionsgeladen, voller Charme und Melancholie.
Mariella Tirotto singt weniger über Liebe und Beziehungsprobleme, als mehr über die wichtigen Dinge des täglichen Lebens, wie über die Nöte der Länder der Welt, über Tierquälerei, über Wohlstand und Ignoranz und über vieles andere mehr.
Ihre Band im Hintergrund - alles erfahrene, virtuose und solistisch versierte Musiker, die ihr Handwerk verstehen. An der Gitarre Harald Koll, Michel de Kok an der Blues Harp, Heins Greten am Bass und Keyboard, sowie John Kakiay am Schlagzeug.
In den Songs von Get The Cat geht es nicht um das Mississippi Delta oder um die Route 66, sondern um persönliche Erfahrung im Rheinland des 21. Jahrhunderts. Doch die Themen bleiben die Gleichen.
Ihre Stücke erzählen Geschichten von der kleinen und großen Liebe, von Lust und Frust und Leidenschaft, dennoch hat in dieser Band offensichtlich niemand Angst vor guter Laune.
Die wundervollen Interpretationen der Sängerin Astrid Barth transportieren den typischen Bluessound von damals in das Hier und Jetzt. Sie singt mal leicht ironisch, nörgelnd, einschmeichelnd sanft, dann wieder aggressiv und kratzig.
So ist es nicht verwunderlich, dass sich kaum ein Zuhörer lange auf dem Sitz halten kann. Der Bass und das Schlagzeug grooven und die flinken Finger des Gitarristen Philipp Roemers zaubern immer wieder kleine Highlights in die Show.
Ausgedehnte Solis oder Improvisationen fehlen natürlich nicht, sind aber eher im Intro oder Outro zu finden, um die Geschichten der Lieder nicht zu unterbrechen.
So erzählt z.B. der Song „My old pair of boots“, dass der Blues das gute alte paar Stiefel ist, dass man nicht wegwerfen kann, weil es doch so bequem und schön ist. Egal was die Anderen sagen.
Die leidenschaftlichen Musiker von Get The Cat rund um Frontfrau Astrid Barth sind überzeugend, frisch und können es kaum erwarten, auf dem 12. Int. Kieler Blues Festival am 05.03.2010 in der Räucherei auf der Bühne sprichwörtlich „die Katze aus dem Sack zu lassen“.
1998 gründete sich Bluesmail aus dem Gitarristen Alfons G. Krause und dem Bassisten Ulrich Axler. In den folgenden Jahren erspielte sich die Band sowohl in der Blues- als auch Rock-Szene einen guten Ruf. Die derzeitige Stammbesetzung ergab sich, als 1999 der Mundharmonikaspieler Rüdiger Voigt und 2003 der Schlagzeuger Ferdi Peters vom „ Dritten Ohr“ die Band vervollständigte.
Die aktuelle Formation inspiriert die Musiker den Blues als Lebensgefühl neu zu entwickeln und zu lieben. Dieses Empfinden produzieren sie auf der Bühne und teilen ihre Botschaft – jetzt mit deutschen Texten – zusammen mit dem Publikum. Den traditionell gespielten Blues verkörpern die 5 von Bluesmail ohne Effekte, pur in seiner Ursprungsform. Dabei hat die Band einen ganz eigenen Stil entwickelt, wobei sie dem typischen Bluesschema treu bleiben und so authentisch klingen, dass man glauben könnte, sie hätten bei den ganz großen Bluesmeistern höchstpersönlich Unterricht genommen. Wären da nicht, neben den bekannten Blues-Standards, die eigenen Stücke vorwiegend in deutscher Sprache, welche die eigentliche Herkunft verraten. Dies ist aber beileibe kein Makel, viel mehr ein Zeichen von innerer Reife und einem ungeheuren Selbstbewusstsein. Zudem erzählen die Texte, ganz authentisch, von alltäglichen Erlebnissen, mal witzig, mal traurig, mal nachdenklich aber immer ehrlich und ansprechend und nie aufgesetzt und übertrieben.
Chris Rannenberg (Bluespianist: Berlin/Chicago) äußerte sich einst über die Band: „Blues aus Lübeck?? - So was gibt’s! Alltagsgeschichten, immer fest im schwarzen Humus, mit ungeheurer Spielfreude.”
Am 30.10.2009 fand in Eutin die German Blues Challange mit den 5 besten Bluesbands Deutschlands statt! Bluesmail gingen als eindeutige Sieger der Herzen aus dem Rennen und gewannen bei der Publikumsabstimmung den 1. Platz, was auch im NDR-Fernsehen beim "Schleswig-Holstein-Magazin" entsprechend honoriert wurde.
12. Int. Kieler Blues Festival
Freitag, 05. März 2010
Räucherei – Kiel
Einlass: 19.00 Uhr – Beginn: 20.00 Uhr
Karten gibt es an allen bekannten VVK-Stellen über Ticketonline, telefonisch unter 0451 / 58 24 91 43 oder sind auch online bei uns hier erhältlich.
[ Zurück ] |
|